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Hormus-Krieg erreicht saudische Ölpipeline

Der Krieg um die Straße von Hormus hat sich am Wochenende auf ein drittes Land ausgeweitet: Aus dem Irak gestartete Drohnen trafen Pumpstationen der saudi-arabischen East-West-Pipeline, der wichtigsten Ausweichroute für Öl aus der blockierten Meerenge, und lösten Brände aus. Riad schaltete die Leitung, über die sonst rund sieben Millionen Barrel täglich zum Roten Meer fließen, vorsorglich ab, verzichtete aber auf Vergeltung, nachdem Bagdad ausdrücklich darum gebeten hatte. Zugleich meldeten die iranischen Revolutionsgarden einen weiteren Angriff auf eine unbemannte US-Drohne vor Oman, während laut britischer Schifffahrtsbehörde Geschosse zwei Schiffe trafen – die USA bestreiten jeden Treffer auf eigene Einheiten. Vor diesem Hintergrund bahnt sich erstmals seit Kriegsbeginn Ende Februar direkter Kontakt an: Die sechs Golf-Kooperationsrat-Staaten erwägen ein Treffen ihrer Außenminister mit dem iranischen Amtskollegen kommenden Montag im omanischen Salalah, um einen befristeten Deal für die Schifffahrt durch Hormus abzusichern. Ob daraus eine Entspannung wird, bleibt offen – Spannungen mit den Huthi-Rebellen im Jemen könnten die Pläne noch durchkreuzen.

Stand: 12. September 2026 täglich