Stadt & Region
Ingolstadt
Der Machtkampf um Volkswagens deutsche Werke ist aus dem Stadium des durchgesickerten Konzernpapiers herausgetreten: Der Aufsichtsrat hat am 3./4. September den Sanierungsplan formal gebilligt, wonach Emden und Zwickau 2031, Hannover 2032 und das Audi-Werk Neckarsulm 2034 auslaufen – dessen A8-Nachfolger wandert dann nach Leipzig. Für Ingolstadt bleibt das eine gute Nachricht mit Wenn und Aber: Das Stammwerk taucht in keiner der Schließungslisten auf, die im Sommer beschlossene Jobgarantie bis 2033 und der für Herbst angekündigte Produktions-Doppelstart aus Q3 und E3-CUV stehen. Der Preis für die Beschäftigten anderswo im Konzern zeigt sich am 21. September, wenn IG Metall bundesweit zu einem Aktionstag in allen Auto- und Zulieferbetrieben aufruft – echte Streiks sind wegen der bis Jahresende laufenden Friedenspflicht zwar erst 2027 möglich, die Gewerkschaft kündigt dann aber einen härteren Konflikt an als bisherige Tarifrunden. Bei den beiden anderen offenen Baustellen der Stadt, Schulcampus Nord-Ost und THI-Robotikzentrum, hat sich seit dem Ratsbeschluss Ende Juli nichts Neues ergeben, Finanzierungsfragen bleiben ungeklärt.