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Angesagte neue Bücher

Der Deutsche Buchpreis 2026 hat seine Endrunde: Aus zwanzig Longlist-Titeln wählte die Jury am 8. September sechs Finalisten. Prominent vertreten ist Shida Bazyar mit "Die Lücken", einem von einer toten Erzählerin durchwanderten Dorfroman über jüdische Nachbarn, NS-Profiteure und iranische Geflüchtete im Hunsrück - ihre bislang komplexeste Auseinandersetzung mit deutscher Erinnerungskultur. Auch Dana Vowinckels "Anton und Alma" und der einzige Österreicher im Feld, Elias Hirschl, mit dem von der Jury als "wunderbar übertrieben" gelobten "Schleifen" sind dabei, dazu Franziska Gänslers "Orca", Valeria Gordeevs Debüt "Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle" und Peggy Mädlers "Selbstregulierung des Herzens". Heinz Strunk schaffte es nicht weiter. Die Verleihung folgt am 5. Oktober im Frankfurter Römer, der Gewinner erhält 25.000 Euro. Beim Booker Prize bleibt es bis zur Shortlist am 22. September bei der Longlist um Elizabeth Strout, Douglas Stuart und Marlon James, der Gewinner steht erst am 9. November fest. Für Krimifans lohnt sich weiterhin der Blick auf Lucy Foleys neuen Miss-Marple-Roman "Mord im Grand Alpine Hotel", der Ende September erscheint.

Stand: 13. September 2026 wöchentlich