/loop macht./loop kenn ich doch schon. Was soll Loop Engineering dann sein?/loop ist nur der Baustein: eine Schleife, die einen Auftrag wiederholt.
Loop Engineering ist das Handwerk drumherum – dafür sorgen, dass die Schleife tagelang unbeaufsichtigt laufen darf, ohne Schaden anzurichten.
Boris Cherny lässt in einem Slack-Kanal mehrere Routinen täglich über die eigenen Apps laufen.
Ein Crash-Fuzzer tippt in der App herum und behebt Abstürze, ein Dup-Unifier findet doppelten Code, ein Dead-Code-Entferner räumt auf – jede Routine mit ihrem eigenen Auftrag.
Nicht zwingend. Ohne Zeitangabe wählt Claude den Abstand selbst.
Kurz, solange sich gerade etwas tut – länger, wenn Ruhe ist. Genau das macht tagelanges Weiterlaufen erst praktikabel: niemand muss ständig ein Intervall nachjustieren.
Ja – das nennt man einen Ralph‑Loop: planen, ausführen, prüfen, von vorn.
Robust, aber roh – ohne Bremse frisst er Token weiter, auch wenn er längst am Ziel ist. Genau dafür gibt's Auto-Pacing, und die Verifikation, die als Nächstes kommt.
Genau da steht oder fällt Loop Engineering: die Schleife muss ihre eigene Arbeit selbst prüfen können, end‑to‑end.
Tests laufen lassen, ein zweites Modell gegenlesen – automatisches Code-Review und Sicherheits-Review – und erst danach den Vorschlag als Pull Request anbieten.
Dann justierst du die Routine nach – oder bittest Claude direkt darum, sie selbst zu verbessern.
Manchmal reicht ein Tag, manchmal braucht es mehrere Anläufe, bis der Ablauf zuverlässig sitzt. Das ist eingeplant, kein Fehlschlag.
Systematisch heißt Hill Climbing: man misst die Qualität mit einer festen Prüfliste – einem Eval – und schraubt gezielt an der Routine.
Kein Rätselraten: jede Änderung wird gegen den Eval getestet, nur was wirklich besser abschneidet bleibt drin.
Nein – jede Routine arbeitet in ihrer eigenen Arbeitskopie, einem Worktree.
So stören sich parallele Läufe nicht gegenseitig, und ein missratener Versuch reißt nicht den Hauptstand mit runter.
Meistens ja: jede Routine ihr eigener Claude – viele davon gleichzeitig nennt man eine Fleet.
Manchmal arbeiten mehrere Claudes aber auch zusammen an einer einzigen Aufgabe, mit verteilten Rollen – das ist ein Squad: einer plant, einer baut, einer prüft.
Ja – die Summe aus Werkzeugen, Rechten, Gedächtnis und Ablaufsteuerung um das Modell herum heißt Harness.
Loop Engineering ist genau das: einen Harness bauen, in dem Claude tagelang unbeaufsichtigt arbeiten darf.
/loop nicht meistens?Für einen einzelnen Nachmittag reicht /loop tatsächlich völlig.
Loop Engineering lohnt sich, sobald mehrere solcher Routinen dauerhaft nebeneinander laufen sollen – dann wird aus einzelnen Schleifen eine kleine Werkstatt, die sich selbst instand hält.
Genau darum geht's.